Nephrologie, (Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen),
Diabetologie, Diabetologische Schwerpunktpraxis, Diabetologische Fußambulanz

Praxis für Innere Medizin

97421 Schweinfurt – Ludwigstr.1a

Altbau Krankenhaus St. Josef
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Was ist Nephrologie?

Die Nephrologie oder Nierenheilkunde ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Sie befasst sich mit der Diagnostik und nicht-operativen Therapie von erblichen und erworbenen Nierenerkrankungen. Ihr Ziel ist die Vermeidung des chronischen Nierenversagens, das eine Nierenersatztherapie (siehe dort) notwendig macht und die Verbesserung der Prognose von Herz-Kreislauferkrankungen, die häufig mit einer Schädigung der Nieren einhergehen.  

Bluthochdruck

Da die Nieren eine zentrale Rolle bei der Blutdruckregulation spielen und Nierenerkrankungen häufig mit Bluthochdruck einhergehen, gehören Diagnostik und Therapie des Bluthochdruckes auch in das Tätigkeitsfeld des Nephrologen. Darüber hinaus ist er in die Vorbereitung zur Nierentransplantation sowie die Nachsorge bereits transplantierter Patienten eingebunden. 

Spezielle Erkrankungen

Beispiele für spezielle Erkrankungen sind:

Erblich, d. h. angeboren:

  • Polycystische Nierendegeneration
  • Alport Syndrom

Erworben:

  • Glomerulonephritis
  • Interstitielle Nephritis
  • Pyelonephritis
  • Nephrosklerose
  • Nierenarterienverengung
  • Diabetische Nephropathie

Entzündliche Nierenerkrankungen

Entzündlichen Nierenerkrankungen („-itis“) können ohne erkennbare Erkrankung anderer Organe oder im Rahmen eines so genannten Multiorganbefalls (Haut, Lunge u.a. Organe) auftreten. Beispiele hierfür sind z. B. der Lupus erythematodes oder die Wegenersche Erkrankung, die auf einer Entzündung der Gefäße beruht (Vaskulitis). Eine Nierenbeteiligung bei diesen Erkrankungen ist ein ernstzunehmendes Problem, da sie zum endgradigen Nierenversagen oder zum Tode führen können. 

Diabetische Nephropathie

Viel häufiger als diese klassischen Nierenkrankheiten sind heute die diabetische Nephropathie, eine Folge langjähriger Zuckerkrankheit und die Bluthochdruckschädigung der Nieren (Nephroangiosklerose). Bis zu 40% aller Menschen, die an Diabetes leiden, bekommen eine Nephropathie, die meist nach 12-15 Jahren Krankheitsdauer beginnt und sich zunächst nur durch den Nachweis von Eiweiß im Urin bemerkbar macht („Mikroalbuminurie“). Mit einer guten Einstellung des Diabetes und gut kontrollierten Blutdruckwerten von 130/80 mmHg oder weniger lässt sich ein Voranschreiten der Nephropathie aufhalten. Oft werden diese Ziele nicht oder erst zu spät erreicht. Die diabetische Nephropathie kann dann bis zum dialysepflichtigen Nierenversagen voranschreiten. Sie ist heute eine der häufigsten Ursachen für den Beginn einer Dialysetherapie (ca. 40% der Dialysepatienten).

Diagnostische Methoden

Zu den speziellen diagnostischen Methoden in der Nephrologie gehören genaue Urinuntersuchungen in Hinblick auf Art und Menge der darin enthaltenen Eiweiße, ferner der im Urin enthaltenen Zellen („Sediment“). Hieraus lassen sich Rückschlüsse auf eine evtl. vorliegende Nierenerkrankung ziehen. Auch Blutuntersuchungen in Hinblick auf immunologische Werte (Autoantikörper wie ANA, ANCA oder anti-GBM Antikörper, Komplementfaktoren u. a.) sind wichtig für eine ursächliche Klärung von Nierenerkankungen. Sonografische Verfahren (Ultraschall) einschließlich der Farbdoppleruntersuchung der Nierenarterien sind weitere wichtige Bestandteile der Diagnostik. In einem Teil der Fälle lässt sich die Ursache einer Nierenerkrankung nur durch die feingewebliche Untersuchung einer Nierenbiopsie eindeutig klären.