Nephrologie, (Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen),
Diabetologie, Diabetologische Schwerpunktpraxis, Diabetologische Fußambulanz

Praxis für Innere Medizin

97421 Schweinfurt – Ludwigstr.1a

Altbau Krankenhaus St. Josef
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Bluthochdruck

Der Begriff Bluthochdruck (medizinisch „arterielle Hypertonie“) bezeichnet eine dauerhafte Erhöhung des Blutdrucks im arteriellen Gefäßsystem. Gemessen wird der Blutdruck durch das Abhören von Strömungsgeräuschen in der Armarterie beim Ablassen des Drucks aus einer Oberarmmanschette. Beim sogenannten Oberwert (Systole) wird das Strömungsgeräusch hörbar, beim sogenannten Unterwert (Diastole) wird es plötzlich leiser oder verschwindet. Ein Normalwert ist z. B. 120/80 mmHg (sprich „120 zu 80“), Werte grösser 140/90 mmHG gelten als krankhaft. 

Wir klären in unserer Praxis die unterschiedlichen Formen des Bluthochdruckes ab (siehe unten), schulen die Patienten bezüglich der nicht-medikamentösen Behandlung und leiten – wo notwendig – eine auf die medizinische Gesamtsituation abgestimmte medikamentöse Behandlung ein.

blutdruckmessung

Folgen von Bluthochdruck

Folgen von Bluthochdruck. Bluthochdruck ist mit dem Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen vergesellschaftet, d. h. Menschen mit erhöhtem Blutdruck haben ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Auch die Verkalkung und Verengung der Schlagadern (Arteriosklerose) wird durch Bluthochdruck gefördert, mit der Folge von Durchblutungsstörungen in Organen wie z. B. Gehirn, Nieren, aber auch der Arme und Beine. Sehr hohe Blutdruckwerte können zu zentralnervösen (das Gehirn betreffende) Symptomen wie starken Kopfschmerzen, akuten Sehstörungen und Krämpfen führen. Dies erfordert eine Notfallbehandlung.

Ursachen und Häufigkeit

Ursachen. In den meisten Fällen entsteht Bluthochdruck aufgrund von ererbten Anlagen und Umwelteinflüssen (salzreiche und zum Übergewicht führende Ernährung, Bewegungsmangel). Diese Form wird „essentielle Hypertonie“ genannt. Mit höherem Alter wird Bluthochdruck häufiger, d. h. nur etwa 6% der 25-34jährigen, aber 46% der 65-74jährigen weisen Blutdruckwerte über 160/95 auf (vgl. WHO-MONICA Studie Augsburg). Viel seltener sind Bluthochdruckformen, die aufgrund der Überproduktion von blutdrucksteigernden Hormonen (z. B. Aldosteron oder Adrenalin/Noradrenalin) entstehen, oder Bluthochdruck aufgrund einer Verengung der Nierenarterien. Diese Ursachen sollten bei Verdacht durch fachärztliche Spezialuntersuchungen abgeklärt werden.

Wie wird Bluthochdruck erkannt?

Wie wird Bluthochdruck erkannt? Chronisch erhöhter Blutdruck bleibt nicht selten unbemerkt und fällt erst bei Blutdruckmessungen beim Arzt auf. Gemessen wird der Blutdruck durch abhören von Strömungsgeräuschen in der Armarterie beim Ablassen des Drucks aus einer Oberarmmanschette. Beim sogenannten Oberwert (Systole) wird das Strömungsgeräusch hörbar, beim sogenannten Unterwert (Diastole) wird es plötzlich leiser oder verschwindet. Ein Normalwert ist z. B. 120/80 mmHg (sprich „120 zu 80“), Werte grösser 140/90 mmHG gelten als krankhaft.

Behandlung

Die Behandlung erhöhten Blutdrucks muss vor dem Gesamtrisikobild des einzelnen Patienten bzw. vor dem Hintergrund bereits eingetretener Organschäden erfolgen. Je höher das Risiko für Herzkreislauferkrankungen (z. B. durch zusätzliches Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, erhöhte Blutfettwerte, Albuminausscheidung im Urin), umso wichtiger wird eine Senkung des Blutdrucks. Bei gleichzeitig vorhandenem Diabetes, oder vorangegangenem Herzinfarkt, oder bekannten Nierenschäden sollten unabhängig vom Alter normale Blutdruckwerte erreicht werden, d. h. 130/80 oder besser. 

Welche Medikamente kommen in Frage?

Welche Medikamente kommen in Frage? Zur Therapie stehen mehrere verschiedene „Klassen“ von Blutdruckmedikamenten zur Verfügung. Teilweise wirken sie in den Kreislaufzentren des Gehirns (z. B. Clonidin), oder auf das Herz (z. B. Betablocker), oder auf die Gefäßwandmuskulatur (z. B. Calcium Antagonisten, alpha-Blocker), oder sie hemmen die Wirkung von blutdrucksteigernden Hormonen wie Angiotensin (ACE Hemmer, AT1 Blocker), oder sie erhöhen die Ausscheidung von Salz und Wasser („wassertreibende Mittel“, Diuretika). Die Blutdruckmittel kommen abhängig von Alter und Begleiterkrankungen sowie natürlich nach der Verträglichkeit zum Einsatz. Eine Blutdrucktherapie ist prinzipiell eine Dauertherapie, d. h. der Blutdruck verbessert sich, solange die Tabletten eingenommen werden, und wird wieder schlechter, wenn sie abgesetzt werden.

Was kann man selbst tun?

Was kann man selbst tun? Allgemeine Maßnahmen zur Vermeidung oder Verbesserung von Bluthochdruck sind eine ausgewogene Ernährung mit angemessener Kalorienzufuhr, Gewichtsnormalisierung, der sinnvolle Umgang mit Alkohol, regelmäßige Bewegung (z. B. zügiges Spazierengehen, Radfahren) und Beendigung des Rauchens. Eine dauerhafte Veränderung der Lebensweise unter Berücksichtigung all dieser Punkte ist nicht nur in Hinblick auf den Bluthochdruck günstig, sondern auch allgemein sehr „gesund“.