Medizinisches Versorgungszentrum

Dialyse und Internistische Praxis unter einem Dach

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Peritonealdialyse mit Bauchfell als Filter

Bei der Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse) wird die Filterfunktion des Bauchfells genutzt, welches die Bauchhöhle auskleidet. Bei Patienten mit gleichzeitiger Herz-und Nierenschwäche ist es das Verfahren der ersten Wahl, weil der Kreislauf weniger belastet wird als bei der Hämodialyse.

Einerseits kann die Bauchfelldialyse im Dialysezentrum erfolgen. Die Mehrzahl der Patienten führt diese aber als klassisches Heimdialyseverfahren durch, das ein hohes Maß an Selbstbestimmung bietet. Ein Drittel aller Patienten in unserer Einrichtung nutzt die Peritonealdialyse als Nierenersatztherapie.

Auch eine Behandlung auf Intensivstation oder in den Krankenzimmern des Krankenhauses St. Josef ist möglich und wird vom Dialysezentrum betreut, um die Bauchfelldialyse nahtlos fortführen zu können.

Hat der Patient sich für die Bauchfelldialyse entschieden, wird operativ ein Bauchfelldialysekatheter eingebracht. Dieser Eingriff kann im angeschlossenen Krankenhaus St. Josef durchgeführt werden. Über diesen kann später die Dialyselösung in die Bauchhöhle eingelassen werden. Die Stoffwechselgifte strömen über das Bauchfell aus den Blutgefäßen in die Dialysierflüssigkeit. Nach einer Verweildauer von ca. 4 Stunden (in der Nacht 12 Stunden) wird die Dialyseflüssigkeit erneuert. In der Regel wird so drei bis viermal pro Tag die gesättigte gegen eine frische Lösung ausgetauscht. Dies nennt man auch CAPD (kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse).
Unter bestimmten Umständen kann die Bauchfelldialyse auch als automatisierte Peritonealdialyse (APD) erfolgen. Hier wird das Blut mit Hilfe eines Dialysegerätes (Cycler) gereinigt, welcher den Beutelwechsel übernimmt. Dieses Verfahren findet üblicherweise nachts bei dem Patienten zuhause statt.

Nach entsprechender Schulung in unseren Räumlichkeiten ermöglichen wir den Patienten die Bauchfelldialyse zu Hause. Dies kann nach einer Trainingszeit von 1 bis 2 Wochen täglich selbst durchgeführt werden. Der Zeitaufwand für den Patienten liegt bei ca. 20–30 min pro Beutelwechsel. Zur umfassenden Aufklärung binden wir im Dialysezentrum auch die Angehörigen bzw. Nahestehenden mit ein.

Sollte der Patient aus medizinischen oder sozialen Gründen nicht in der Lage sein, die Bauchfelldialyse selbständig durchzuführen, hält das Zentrum sog. IPD-Plätze (Intermittierende Bauchfelldialyse) bereit. Hier werden die Patienten im Schnitt 6 Stunden 3x/Woche mit einem sog. Cycler behandelt. Die IPD-Plätze werden auch zu Schulungszwecken oder als Überbrückungsplätze genutzt, wenn die Angehörigen, die bei der Heimdialyse unterstützen, z. B. verreist sind.